Der Zusatzbeitrag ist der Teil des Krankenversicherungsbeitrags, den jede Kasse selbst festlegt – und er ist in Bewegung: Zum Jahreswechsel 2026 haben 47 von 97 Krankenkassen in unserem Datenbestand ihren Satz angehoben, nur 4 haben gesenkt, 46 blieben unverändert. Der Durchschnitt stieg von 3,12 % auf 3,37 % – ein Plus von 0,25 Prozentpunkten.
Alle Zahlen in diesem Beitrag stammen direkt aus dem Lohnica-Rechenkern, der die Kassensätze tagesaktuell führt (Stand: 12. August 2026). Die Sätze jeder einzelnen Kasse samt Historie seit 2022 finden Sie in unserer Krankenkassen-Übersicht.
Die größten Erhöhungen zum Jahreswechsel
| Krankenkasse | 2025 | 2026 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| BKK EWE | 1,98 % | 3,19 % | +1,21 |
| BKK exklusiv | 2,39 % | 3,49 % | +1,10 |
| BKK Würth | 2,39 % | 3,40 % | +1,01 |
| energie-BKK | 2,98 % | 3,98 % | +1,00 |
| BKK Werra-Meissner | 3,39 % | 4,35 % | +0,96 |
Auffällig: Die stärksten Anhebungen kommen überwiegend von Kassen, die 2025 noch deutlich unter dem Durchschnitt lagen. Wer im letzten Jahr wegen eines günstigen Satzes gewechselt ist, sollte den aktuellen Stand seiner Kasse prüfen.
Spannweite: von 1,80 % bis 4,39 %
Zwischen der günstigsten und der teuersten Kasse liegen 2026 mehr als 2,5 Prozentpunkte:
| Krankenkasse | Zusatzbeitrag 2026 | |
|---|---|---|
| Niedrigster Satz | BKK BPW Wiehl | 1,80 % |
| BKK firmus | 2,18 % | |
| Krones BKK | 2,20 % | |
| Höchster Satz | BKK24 | 4,39 % |
| BKK Herkules | 4,38 % |
Da Arbeitgeber und Beschäftigte den Zusatzbeitrag je zur Hälfte tragen, macht die Spannweite bei einem Bruttogehalt von 4.000 € bis zu 52 € Unterschied im Monat aus – je Hälfte rund 26 €.
Fünf Kassen haben mitten im Jahr erhöht
Weniger bekannt: Zusatzbeiträge können sich auch unterjährig ändern. 2026 ist das bisher bei fünf Kassen passiert:
| Krankenkasse | gültig ab | neuer Satz |
|---|---|---|
| BKK Würth | 01.04.2026 | 3,40 % |
| IKK Südwest | 01.04.2026 | 3,87 % |
| BMW BKK | 01.07.2026 | 2,90 % |
| IKK classic | 01.08.2026 | 3,85 % |
| Südzucker BKK | 01.08.2026 | 3,50 % |
Für die Entgeltabrechnung heißt das: Kassensätze sind kein Jahreswert, den man im Januar einmal pflegt. Wer im Juli mit dem Satz vom Januar rechnet, rechnet falsch – inklusive Rückrechnungsbedarf. Unser Rechenkern führt deshalb jeden Satz mit seinem „gültig ab"-Datum und rechnet automatisch mit dem Stand des jeweiligen Abrechnungsmonats.
Was +0,25 Punkte konkret bedeuten
Der um 0,25 Punkte gestiegene Durchschnitt wirkt klein, summiert sich aber:
- Bei 4.000 € brutto: je 5,00 € mehr im Monat für Beschäftigte und Arbeitgeber – zusammen 120 € im Jahr.
- Bei Gehältern oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze (2026: 5.812,50 €/Monat) ist der Effekt gedeckelt: maximal je 7,27 € mehr im Monat.
Wie sich der Satz Ihrer Kasse auf Ihr Netto auswirkt, zeigt der Brutto-Netto-Rechner – mit tagesaktuellen Sätzen aller Kassen.
Methodik
Datengrundlage sind die Zusatzbeiträge von 97 gesetzlichen Krankenkassen (ohne reine Umlage- und Landwirtschaftskassen), wie sie unser Rechenkern für die Entgeltabrechnung führt. Wir vergleichen die Sätze zum Jahresende 2025 mit den am Stichtag 12. August 2026 gültigen Sätzen – unterjährige Erhöhungen fließen dabei mit ein. Dieselben Daten stehen über die Lohnica API zur Verfügung (GET /api/v1/health-insurances/{datum}).